!!DIE WARE KÖRPER

Am 16.12. 2006 startet die doppelausstellung sexismus in der werbung und anti-lookism in den räumen der kneipe des studentischen kulturzentrums in der hermann-elflein-straße 10. Die von studierenden der universität potsdam organisierte ausstellung legt den fokus darauf, die vermarktung des körpers und die damit verbundenen identitätspolitiken zu thematisieren. Bereits der auftakt spielt subversiv mit geltenden rollenklischees.

Die aufwändige installation in der kneipe soll die besucher_Innen in verdichteter form kritisch auf die fülle der sexistischen anspielungen in der werbung aufmerksam machen. Darüber hinaus sollen die ausstellungen von vorträgen sowie einem workshop begleitet werden, die, so die organisatorinnen, einen einblick in die gesellschafts- und normenbildenden eingriffe der werbung bieten. Neben dem aspekt der individuellen demütigung und zur-schau-stellung des menschlichen körpers zu werbezwecken, formen die uns überall begleitenden werbebilder und slogans auch die wahrnehmung unserer umwelt und verraten im umkehrschluss etwas darüber, was wir als mittlerweile normal hinnehmen.

!!programm:

sa      16.12.06        19.00 Uhr

vernissage zur doppelausstellung „anti lookism“ und „sexismus in der werbung“

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do      21.12.06        20:00 Uhr

erotik, exotik, exklusivität: sex, race, class in der werbung

dr. karin esders, universität potsdam

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do            11.01.07            20:00 Uhr

let your tongue travel

kultureller kannibalismus, haägen dasz und koloniale repräsentationen

anna böcker, ag sexism and the media

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sa            13.01.07            11:00 Uhr‘

die ware körper

bilder unserer gesellschaft

sahra dornick, ag „sexismus in der werbung“, uni potsdam

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Konzept: Workshop zu Die Ware Körper; Bilder unserer Gesellschaft, im Rahmen der Ausstellung Sexismus in der Werbung

Zeitraum: 2-3 Stunden

1.            Vorstellungsrunde, Erwartungen, (15 min)\\

2.            1. Aktiver Block: \\

die TeilnehmerInnen finden sich in Gruppen zusammen und erarbeiten ein Werbungskonzept (20 min)\\

3.            Vorstellung der Arbeitsergebnisse (je nach TeilnehmerInnenanzahl: (20-30 min)\\

4.            Anschließend werden die vorgeschlagenen Konzepte mit anderen Werbungen konfrontiert, gängige stereotypisierungen werden mit den TeilnehmerInnen herausgearbeitet (45  min)\\

5.            Pause: (15 min)\\

6.            Inhaltlicher Input: – dieser Input zielt darauf ab, zu klären, welche Dimension der Werbung in unserer Gesellschaft zukommt, theoretisch wird der Input auf die Diskursanalyse aber auch strukturalistische feministische Deutungsversuche abstellen, um gängige Klischees auf ihre binäre Konstruktion hin zu verdeutlichen (Natur/Kultur, weiß/schwarz), des weiteren soll über die Mechanismen, die Werbung aufgreift reflektiert werden (20-30 min) \\

7.            2. Aktiver Block:

Strukturierte Abschlussdiskussion: in dieser soll noch einmal auf den ersten Block Bezug genommen werden und vor dem Hintergrund der eigenen Analysen gefragt werden, in welcher Weise Werbung den Zugang zur Gesellschaft „vor“strukturiert (20-30 min)\\

Pause: (15 min)\\

8.            die Ergebnisse werden noch einmal vor dem Hintergrund der Ausgangsfrage; Wie werden Körper in der Werbung zu Waren? Und welche Aussagekraft hat Werbung über unsere Gesellschaft? Zusammengeführt. (30-40 min)

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fr. 09.02.
21 uhr  nil-klub am neuen palais

finissage-party für die ausstellungen „sexismus in der werbung“, anti-lookism“ und „sollen sie uns doch sehen“
in anwesenheit der fotografin karolina bregula und vertreter_innen der kampagne gegen homophobie (kph) \\

21 uhr: infos zur situation der queeren community in polen. offene gesprächsrunde.\\
danach: dj_anes mütze (ag sexismus in der werbung), antje s. (schichtwerk) und talimo (andersartig e.v.)\\

eintritt bis 22 uhr frei.

eine zusammenarbeit von queerup, ag sexismus in der werbung und schichtwerk potsdam.